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Pflanz- und Pflegehinweise für Rhododendron, Kalmien,

Pflanz- und Pflegehinweise für Rhododendron

Lichtverhältnisse Im tiefen Baumschatten blühen Rhododendron geringer und sind im Wuchs oftmals zu locker. Wenn auch fast alle Rhododendron auf ausreichend feuchtem Boden vollsonnigen Stand vertragen, so ist in lufttrockeneren Gebieten in der Regel ein Standplatz im Schattenbereich von Gebäuden, besser noch im lichten Schatten größerer Gehölze anzuraten.
Vor allem, wenn damit die Schattierung gegen zu heiße Sonnenbestrahlung in den Mittagsstunden (11 bis 15 Uhr) bewirkt wird.

Bodenvorbereitung und Pflanzung

Die Beschaffenheit des Bodens muss für Rhododendron locker, humushaltig und wasserdurchlässig sein. Liegt der Säurewert hier beispielsweise zwischen den pH-Werten 5.5. und 6.5, so genügt das zusätzliche Einbringen von hellem, lockerem, nicht zu feinem Torf, der jedoch nur in gut durchfeuchtetem Zustand für diese Pflanzvorbereitung verwendet werden darf.
Die beste Pflanzzeit für Rhododendron reicht von Anfang September bis Mitte November und von Anfang März bis Mitte Mai.
Rhododendron dürfen mit ihrem Ballen nur 1 cm tiefer eingesetzt werden, als sie in der Anzucht gestanden haben, nicht tiefer,besser ist es sie lieber 1 cm höher zu setzen. Wichtig ist auch, dass wie bereits schon erwähnt wurde durch schlecht wasserdurchlässige Bodenschichten eine stauende Nässe unter dem Ballen vermieden wird (Kies-Drainage!).

Die Pflanzgrube
muss in der Regel 3 bis 4 mal breiter und doppelt so tief, wie der Wurzelballen misst, ausgehoben werden. Der Bodenaushub sollte im Verhältnis 1:1 mit duchfeuchtetem, möglichst hellem Torf vermischt bei der Pflanzung verwendet werden.

Von Düngerzugaben bei der Pflanzung ist unbedingt abzuraten.

 

Düngemaßnahmen

Unser dringender Rat: Gesunde, dunkelgrün belaubte Rhododendron, die in jedem Jahr reich blühen, bedürfen jährlich einer ausreichenden Ernährung, die jeweils den Pflanzengrößen angepasst sein muss.Rhododendron und Azaleen brauchen von April bis Oktober eine langsamfließende, gleichmäßig dosierte Nahrungszufuhr , die alle für das Wachstum nötigen Nährstoffe enthält.Erstmalige Düngung für neu gepflanzte, kleinere, etwa 30-60 cm große Rhododendron: Nach einer Herbst-Pflanzung, die ohne jegliche Düngerzugabe ins Pflanzloch ausgeführt wird, empfiehlt sich im darauffolgenden März / April eine erste Düngung (40-60 g/qm) mit erprobten und bewährten Voll- oder Langzeitdüngern wie z.B. Nitrophoska spezial 12+12+17(+2), Nitrophoska perfekt 15+5++20(+2), Floranid permanent 15+9+15(+2), Osmocote Rhododendron-Dünger 15-10-13 oder vergleichbaren Düngemitteln unter Beigabe von wenigen Hornspänen. Düngeempfehlung für ältere, bereits gut angewachsene, größere, etwa 70-120 cm hohe Pflanzen:Bei trockener Witterung im März / April den Dünger gleichmäßig dünn (etwa 90 g/qm) unter dem äußeren Drittel des Blattbereiches ausstreuen und leicht in den Boden einkratzen. Zusätzlich empfehlen wir die Beigabe von 50 – 70 g/qm Hornspänen, die in besonderer Weise eine tiefgrüne Belaubung und reiche Blütenknospenbildung fördern. Ältere Rhododendron über 1,2 m bis 2 m haben einen höheren Nähstoffbedarf und bekommen deshalb ca. 30 % mehr Volldünger, etwa 120 g/qm Nitrophoska (s.o.) und etwa 90 g/qm Hornspäne. Kleinlaubige Rhododendron, Zwerg-Rhododendron und Japanische Azaleen benötigen für ihre Ernährung nur die Hälfte der angegebenen Mengen.
Merke: Nur richtig ernährte Rhododendron entwickeln eine schöne tiefgrüne, dichte Belaubung.Nachdüngung, besonders nach regenreichen Zeiträumen: Ende Juni / Anfang Juli empfiehlt sich in solchen Fällen eine Nachdüngung (30 - 50 g/qm oder je nach Größe der Pflanze - etwas weniger) Nitrophoska spezial unter Beigabe von Hornspänen. Auch rein organische Düngemittel wie z.B. Oscorna sind für diese Düngungen geeignet.

 

Pflegearbeiten und RückschnittRatsam ist gleich nach der Blütezeit (vor dem Neuaustrieb!) die rechtzeitige Entfernung der abwelkenden Blütenstände durch vorsichtiges Ausbrechen. Ältere große Pflanzen vertragen ohne weiteres einen Form- oder auch Rückschnitt, der am besten im zeitigen Frühjahr Anfang März durchgeführt werden sollte. Zu beachten ist, dass zurückgeschnittene Pflanzen nur durch Düngung die nötige Kraft zum Regenerieren entwickeln können. Keinesfalls dürfen sie nach dem Rückschnitt im gleichen oder nachfolgenden Jahr umgepflanzt werden.

 

Stickstoffmangel

Hellgelbfärbung des Laubes, gleichmäßig über die ganzen Blattflächen verteilt, zeigt Stickstoffmangel an. Zur Abhilfe ist eine sofortige Düngung mit den empfohlenen Volldüngern und Hornspänen (s. Düngeempfehlung) erforderlich.

 

Chlorosen

Entsteht unter Umständen auch dadurch, dass bei der Pflanzung die Pflanzgrube zu klein erstellt wurde. Gelbfärbung der Blätter nicht gleichmäßig, Adern bleiben grün. Zur Abhilfe ist das Mittel "Celaflor Bodentherapie Rhodovital" geeignet. Für junge Pflanzen können zur Soforthilfe die Eisendünger "Fetrilon" oder "Sequestren" im Gießverfahren angewendet werden.

 

Algenbildung auf den Blattoberflächen

Bewirkt tiefer Schatten u.U. in feuchten Jahren eine unerwünschte Algenbildung auf der Belaubung, eignet sich zur Behebung dieses unschönen Anblicks das sehr gut pflanzenverträgliche, nicht bienengefährliche "Spritzmittel Weißöl" oder das Austriebs-Spritzmittel "Para-Sommer", deren Ölfilme den Algenbelag ersticken. Anzuwenden allerdings nur auf ausgereifte Laubblätter in den Monaten Februar bis April.

 

Knospensterben,
verursacht durch die Rhododendron-Zikade

Erscheinungsbild:
Geschlossene, abgestorbene, vertrocknete und nicht abfallende braune Blütenknospen, überzogen mit dunkelhaarigem Pilzrasen.
Hierbei handelt es sich um eine seit einigen Jahren auch bei uns in Europa auftretende Pilzinfektion, übertragen in der Zeit von Mitte Juli bis Ende September von der aus Amerika stammenden Rhododendron-Zikade. Das Schadbild ist als Folge der Infektion meistens erst im nachfolgenden Jahr (März/April) erkennbar.

Zur Schadensbegrenzung sollten im Februar / März zunächst erkannte, befallene und abgestorbene Knospen ausgebrochen und entsorgt werden.

Zur weiteren Bekämpfung frisch geschlüpfter Zikaden, die ab Mitte Juni großen Mücken ähnlich im Bereich der Rhododendron umherschwirren, müssen diese Insekten mit einem zugelassenen Mittel zur Insektenbekämpfung im Sprühverfahren vernichtet werden, was u.U. nach 10 Tagen sicherheitshalber nochmals wiederholt werden sollte.
Geeignet für diese Maßnahme sind folgende Mittel: Das synthetische Pyrethroid "Decis", oder Präparate wie "Roxion" oder "Perfekthion" . Ein Erfolg ist aber nur dann gewährleistet, wenn auch die Blattunterseiten mit dem jeweiligen Mittel völlig benetzt werden.

Anmerkung:
Als Benetzungsmittel gegen das Zusammenperlen und Abtropfen der Spritzmittel ist die Zugabe von 5 - 8 Tropfen eines Spülmittels (z.B. "Pril", o.a. auf 10 Liter Wasser immer erforderlich (Wasseroberflächenspannung), zumal das Laub vieler Rhododendron eine glatte, "wachsige" Oberfläche hat

 

Pflanz- und Pflegehinweise für Kalmien

Diese Angaben beziehen sich in erster Linie auf den Berglorbeer und seine Cultivare (Kalmia latifolia). Standortauswahl Gärten, in denen Rhododendron und Azaleen gut gedeihen, sind ideal für Kalmien. Sie vertragen etwas mehr Sonne und trockenere Böden. Die Winterhärte ist deutlich höher als bei den meisten Rhododendron. Kalmien eignen sich als Begleitpflanzen in großen Gruppen ebenso gut wie in solitärer Stellung. Durch das kleinere Laub sind sie besser für Hecken geeignet als viele andere immergrüne Laubgehölze. Boden Bevorzugt werden leichte, wasserdurchlässige, saure Böden. Ideal ist ein mäßig feuchter Boden ohne Staunässe. Kurzzeitige Trockenheit wird insbesondere von älteren Pflanzen meist gut vertragen. Düngung Die meisten Kalmien wachsen problemlos ohne zusätzliche Düngung. Erst bei sichtbaren Veränderungen in der Vitalität sollten nach entsprechender Analyse behutsam die fehlenden Nährstoffe zugeführt werden. Dabei benötigen Kalmien deutlich geringere Dosierungen als z.B. Rhododendron. Bewässerung Zusätzliche Bewässerung ist nur bei Neupflanzungen und bei extremer Trockenheit erforderlich. Dabei sollte Staunässe auf jeden Fall vermieden werden. Rückschnitt Rückschnitt wird sehr gut vertragen. Der beste Zeitpunkt ist im Frühjahr vor der Blüte, wenn nicht mehr mit starken Frösten zu rechnen ist. Pflanzung Die Pflanzung ist unproblematisch, sofern der anstehende Boden locker und wasserdurchlässig ist und sich im schwach sauren Bereich befindet. Magere Sandböden können durch Zugabe von Humus verbessert werden. Die Zugabe von grober Rinde oder grobem, leicht angerottetem Laub verbessert die Bodenstruktur und die Belüftung. Bei Staunässe ist vor der Pflanzung dafür zu sorgen, dass das Wasser stets gut abgeführt wird. Ist das nicht möglich, sollte der anstehende Boden oberflächlich gelockert werde und mit einem geeigneten Pflanzsubstrat soweit angefüllt werden, dass die Wurzeln nicht mit der Staunässe in Verbindung kommen. Der Wurzelballen sollte vor der Pflanzung feucht sein. Ist die Kalmie eingepflanzt, bietet es sich an, einen Gießrand auszubilden und gründlich anzugießen. In den ersten fünf Jahren sollte der Boden regelmäßig auf seine Feuchtigkeit hin überprüft werden. Es darf sich weder Staunässe bilden, noch sollte der Ballen austrocknen. Eine Startdüngung ist nicht unbedingt erforderlich. Bester Zeitpunkt für das Pflanzen ist von September bis Mai bei frostfreier Witterung, sofern es nicht zu warm und trocken ist. Eine Mulchschicht aus grobem Laub fördert die Humusbildung und schützt den Wurzelbereich vor Austrocknung.

 

Pflanz- und Pflegehinweise für Hortensien

Hortensien benötigen einen lockeren humosen Boden, der leicht sauer sein sollte. Eine Torfzugabe beim pflanzen ist immer gut. Ball- und Tellerhortensien benötigen eine halbschattigen Stand, da ansonsten die Blüten und Blätter gerade im Hochsommer sher schnell verbrennen können. Rispenhortensien dagegen benötigen einen sonnigen Stand. Rispenhortensien sollten im Frühjahr gut zurück geschnitten wrden, dadurch verzweigen sie sich besser, bekommen stärkere größere triebe und somit auch größere Blütenstände. Ball- und Tellerhortensien dagegen sollten keinesfalls zurück geschnitten werden, weil ansonsten die im Herbst gebildeten Blütenknospen weggeschnitten werden. Auch sollten Ball- und Tellerhortensien nur wenig gedüngt werden, da diese im Herbst sonst nicht ausreifen und im Winter dann oft stark zurückfrieren so das diese dann im kommenden Jahr keine Blüten haben. Rispenhortensien können gut mit Dünger versorgt werden, da diese ihre Blüten am einjährigen Holz bilden.